Vorträge 
und 
Publikationen

Texte zur Kunst. Das findet Ihr auf dieser Seite. 
Ich schreibe und spreche mit großer Begeisterung über Kunst.

Vorträge

Hier stelle ich einige meiner Vortragsthemen vor. Natürlich sind aber auch andere Themen möglich. Ich freue mich auf Eure Anregungen!

The American Dream – Amerikanische Malerei in ihren Ursprüngen

Amerikanische Malerei wird nach dem Zweiten Weltkrieg global. Jackson Pollock, Andy Warhol oder Mark Rothko wurden zu regelrechten Superstars. Das bedeutet aber nicht, dass vorher in Amerika keine Kunst entstanden wäre oder dass diese Kunst uninteressant ist. Ganz im Gegenteil. Die amerikanische Malereitradition, die im 18. und 19. Jahrhundert durch die weißen Siedler geschaffen wurde, ist unglaublich lebendig, innovationsbereit und experimentierfreudig.

Ein Blick auf diese Vielfalt ist lohnenswert: Uns begegnen Werke aus der Kolonialzeit, von den Meistern des amerikanischen Realismus bis hin zum Abstrakten Expressionismus. In steter Auseinandersetzung mit dem europäischen Kontinent kämpfen sich die Künstler langsam ihren Weg zu einer unabhängigen, eigenständigen Kunst.

Antoni Gaudí, 
Frank Lloyd Wright und die organische Architektur

Der katalanische Architekt Antoni Gaudí ist immer wieder als außergewöhnliches Genie beschrieben worden, das sich nur schwer in die Geschichte der Architektur einordnen lässt. Meist fällt sein Name im Zusammenhang mit dem spanischen modernisme und dem europäischen Jugendstil. Der Amerikaner Frank Lloyd Wright ist einer der ersten Vertreter der organischen Architektur.

Vergleicht man die Bauten Wrights mit den Werken Gaudís erscheint es auf den ersten Blick paradox, sie derselben architektonischen Richtung zuzuordnen. Ihre Formensprache ist grundverschieden. Während in Frank Lloyd Wrights Häuser vor allem gerade Linien vorherrschen, sind Gaudís Bauten durch runde Formen geprägt. Der Vortrag wird erstaunliche Parallelen zwischen Wright und Gaudí aufzeigen und den gemeinsamen Ursprüngen auf den Grund gehen. Damit eröffnet sich eine spannende Möglichkeit, Gaudís Einfluss auf die zeitgenössische Architektur zu entdecken.

Giambattista Tiepolo 
und der Witz der Malerei

Giovanni Battista Tiepolo war einer der bedeutendsten Künstler des 18. Jahrhunderts. Der Venezianer war großer Freskant von Schlössern und Palästen in ganz Europa, von venezianischen Kirchen und Villen des Veneto. Er war der Maler der europäischen Adelsschicht, der Fürstenhöfe und Königshäuser und hat in der Kunstgeschichte die Rolle des großen Dekorateurs eingenommen.

2020 ist sein 250. Todestag, aus dessen Anlass die Staatsgalerie in Stuttgart dem Künstler eine große Einzelausstellung gewidmet hat und er so wieder vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist. Tiepolos grandiose Bildinszenierungen gelten als Inbegriff der Kreativität und Fantasie. Er steht zwischen absolutistischem Barock und Aufklärung. Sein Witz und die Ironie seiner Bilder spielen mit der künstlerischen Tradition und tragen auch heute noch zur Irritation bei den Betrachtenden bei.

Auch in seinen weniger bekannten mythologischen Leinwandgemälden entwirft der venezianische Künstler des Settecento eine kleine, delikate Welt voll von klugem Witz und originellem Scharfsinn! In dem Vortrag geht es um diese intimen Werke, die durchaus überraschen können: Im Zentrum werden die Gemälde Der Raub der Europa und Danae stehen, die keinen Zweifel mehr daran lassen, dass Tiepolo seinen Sujets mit sehr viel mehr Verstand entgegengetreten ist, als die fröhliche Leichtigkeit, die sie ausstrahlen, erwarten lässt. Tiepolo wird uns dabei mit einem so lustigen Tiefsinn begegnen, der nach unserem heutigen Verständnis nahezu paradox anmutet. Mit den Geschichten der Liebschaften des Göttervaters Zeus zeigt uns der Maler, wie Unterhaltung und Ernsthaftigkeit vereint werden können, und schafft eine amüsante Interpretation von klassischen Bildthemen, in welchen er sowohl seine zeitgenössischen Kollegen (etwa Sebastiano Ricci) karikiert, als auch die große venezianische Malergeneration von Tizian und Veronese nicht verschont.

Venezianische Malerei
 

Die venezianische Malerei hat ihr ganz eigenes, charakteristisches Gesicht. Künstlerpersönlichkeiten, die untrennbar mit ihrer Stadt verbunden sind, wie Bellini, Giorgione, Tizian, Tintoretto, Veronese oder Tiepolo – um nur die prominentesten zu nennen – verschafften der Farbe in der Lagunenstadt eine sehr besondere Rolle. Wer einmal Venedig unter der Sonne glitzernd oder im Dunst liegend erlebt hat, versteht warum. Im Unterschied zu anderen bedeutenden Kunstzentren wie Florenz oder Rom trat so das Zeichnerische in Venedig immer mehr in den Hintergrund. Stattdessen entwickelten die Maler eine lichte Malweise und einen lockeren Pinselstrich, der über mehrere Jahrhunderte verbindlich blieb.

Diese Charakteristika, ihre Entstehung und Entwicklung gipfeln in zwei besonderen Blütezeiten der venezianischen Malerei: der Renaissance und dem Spätbarock. Es bietet sich also mehr als an, diesen beiden Zeitaltern jeweils einen eigenen Vortrag zu widmen. Im ersten Teil geht es um das ›Goldene Zeitalter‹ Venedigs: um die Anfänge der neuen Epoche mit Giovanni Bellini und Vittore Carpaccio, ihren Höhepunkt mit Giorgione und dem frühen Tizian und ihren fulminanten Schluss durch dessen Spätwerk sowie der Kunst Veroneses und Tintorettos. Im zweiten Vortrag werden uns – neben Anderen – Giambattista Tiepolo, Sebastiano Ricci, Pietro Longhi, Canaletto und Francesco Guardi begegnen. Wir werden sehen, wie diese Künstler an das Goldene Zeitalter anschließen, es ganz eigen interpretieren und der venezianischen Republik vor ihrem Untergang einen imposanten Schlussakkord setzen.

Venedigs Licht in Neapel

Die neapolitanische Barockmalerei ist ein facettenreiches Konglomerat verschiedener künstlerischer Strömungen. Kaum ein Künstler, der dort im Seicento wirkte, war tatsächlich Neapolitaner. Wie ein Donnerschlag wirkte die Ankunft Caravaggios aus Rom auf die ansässigen Künstler und auch die ihm folgenden römische Maler prägten das Kunstgeschehen nachhaltig. 

Aber nicht nur Rom war für die neapolitanische Barockmalerei von entscheidender Bedeutung. Ebenfalls als wichtiger Impulsgeber fungierte die venezianische Malerei des Cinquecento. Weshalb dieser Einfluss zustande kam und wieso der Rückgriff auf die venezianische Malerei auch als Ausdruck einer spanischen Kunstpolitik verstanden werden kann, wird der Vortrag aufzeigen können.
 

Jacopo Tintoretto

Fulminant, gewaltig, dramatisch – so lassen sich die meisten Gemälde von Jacopo Tintoretto beschreiben. Der Maler bildet mit Tizian und Veronese das Dreigestirn der venezianischen Malerei des 16. Jahrhunderts – dem ›Goldenen Zeitalter‹. 

Wir erleben wie er das für die venezianische Schule als typisch angesehene Gestalten des Bildes aus der Farbe heraus in vollem Maße ausnutzt, die Malerei mit Hilfe seines sichtbaren Pinselstrichs in den Fokus rückt und so zur künstlerischen Identität Venedigs maßgeblich beiträgt.

Tintoretto war ganz Venezianer – und doch ebenso ein sehr eigenwilliger Geist: Er gestaltete seine Kompositionen so dynamisch und mitreißend wie kein anderer Venezianer.

Als Tintoretto 1594 als letzter der drei Giganten starb, scheint seine Malerei – obwohl die Werkstatt von seinen Kindern noch weitergeführt wurde – nicht mehr steigerungsfähig und somit besiegelte sein Tod letztendlich auch das Ende des Goldenen Zeitalters der venezianischen Malerei.

Publikationen

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